Viele von uns verbringen 8 Stunden oder mehr im Sitzen. Jeden Tag. Kein Wunder, dass viele Menschen einen “Büro-Rücken” manifestiert haben. Doch eine schlechte Körperhaltung beeinflusst nicht nur negativ dein äußeres Erscheinungsbild, sondern erstaunlicherweise auch deine Karriere! Arbeitest Du nicht an einer Haltungskorrektur, kann das langfristig zu vielen weiteren gesundheitlichen Schäden führen. Wie wichtig eine korrekte Körperhaltung im Büro ist und wie Du diese erzielen kannst, erfährst Du hier!

Die negative Seite einer schlechten Körperhaltung 

Eine schlechte Körperhaltung zieht dich nicht nur wortwörtlich runter, sondern zieht auch einige Risiken mit sich. Zu den gesundheitlichen Risiken gehören unter anderem:

  • Muskel-Skelett-Erkrankungen und Verspannungen: Symptome wie Rücken-, Nacken- oder Schulterschmerzen machen sich durch eine schlechte Körperhaltung bemerkbar.
  • Depressionen und schlechte Laune: Es wurde sogar belegt, dass eine schlechte Körperhaltung die Stimmung negativ beeinträchtigt! 
  • Verdauungsprobleme: Der typische Büroangestellte sitzt oft in einer zusammengesackten Körperposition am Schreibtisch. Dadurch werden Verdauungsprobleme hervorgerufen, da die Verdauungsorgane nicht richtig durchblutet werden können.
  • Falsche Atmung: Eine ungünstige Körperhaltung schränkt die Blut- und Sauerstoffzufuhr Deines Körpers ein. Deine Atmung wird flacher, was auch zu Unruhe führen kann. Das hat ebenfalls einen negativen Einfluss auf Deine Stimme.
  • Negatives Erscheinungsbild: Menschen mit schlechter Körperhaltung wirken automatisch schwächer und weniger selbstbewusst. Wer die Karriereleiter erklimmen will, sollte sich deshalb Gedanken über die richtige Körperhaltung machen.

Ist die Körperhaltung dagegen korrekt und der Schreibtisch ergonomisch eingestellt, verbessert sich die Atmung, die Schlafqualität und die psychische Verfassung. Allgemein bist du energiegeladener und motivierter. Denn ständige Müdigkeit oder Energiemangel kann auch auf eine schlechte Haltung zurückzuführen sein. Die beiden Forscher Randall Clark and Elliot Hulse fanden nämlich heraus, dass die Körperhaltung außerdem den Haushalt, den Energieträgers ATP (Adenosintriphosphat) beeinflusst. Je aufrechter die Haltung, desto mehr (messbare) Energie besitzt Du!

Aufrechte Körperhaltung verbessert Karrierechancen

Möchtest Du jemanden von deiner Meinung überzeugen? Forscher haben erstaunlicherweise untersucht, welchen Einfluss die jeweiligen Faktoren auf ein Gespräch haben. Herausgefunden wurde, dass 

  • Der Inhalt nur zu 7 % Einfluss auf den Gesprächsverlauf nimmt 
  • Die Stimme nur zu 38 % eine Rolle spielt und
  • Die Körpersprache sogar zu 55 % überzeugt!

Zusammengefasst: Deine Körpersprache überzeugt mehr, als Stimme und Inhalt zusammen!

Zudem beeinflusst deine Körperhaltung auch den stimmlichen Ausdruck, was dir wiederum mehr Respekt und Wertschätzung verleiht. Denn gute Körperhaltung überzeugt und strahlt Selbstbewusstsein aus.

Sie hilft Dir, Bewerbungsgespräche, Präsentationen und Meetings erfolgreich zu meistern. Ebenso haben Forscher festgestellt, dass Menschen mit einer aufrechten Körperhaltung mehr Testosteron und weniger Stresshormone im Blut haben. Der Mix aus hohem Testosteron und niedrigem Cortisol zeigt sich auch in Deinem Verhalten: Du fühlst Dich selbstbewusster, besitzt mehr Willenskraft und hast Freude daran, Entscheidungen zu treffen und in Führung zu gehen.

Zusammengefasst: Eine aufrechte Körperhaltung ist ein Karrierebooster.

Da wir die tolle Körperhaltung nun sehr gelobt haben, möchten wir dir noch einige Tipps an die Hand geben, welche dich bei der Umsetzung unterstützen. 

Körperhaltung verbessern: 5 simple Wege zu gesteigerten Karrierechancen

Wir haben dir 6 praktische Tipps zusammengefasst, die dich vor dem gemeinen “Büro-Rundrücken” behüten sollen.

Schritt 1: Sei Dir bewusst, wie eine aufrechte Körperhaltung aussieht.

Es ist einfacher, im Stehen oder Gehen eine aufrechte Körperhaltung einzunehmen als am Schreibtisch. Denn wenn wir in unsere Arbeit vertieft sind, blenden wir gerne alles um uns herum aus. Das führt dazu, dass wir in uns zusammensacken und auf unserem Bürostuhl lümmeln. Beobachte mal Deine Arbeitskollegen: Viele sitzen wahrscheinlich mit vorgeschobenem Nacken und Rundrücken am Schreibtisch.

Weißt Du eigentlich, wie eine aufrechte Sitz- bzw. Stehhaltung am Schreibtisch aussehen sollte?

Schritt 2: Arbeite an einem ergonomischen Arbeitsplatz

Ein ergonomischer Arbeitsplatz sollte an die individuellen Bedürfnisse des Menschen angepasst sein (Büromöbel, Tastatur etc.). Eine gute Ergonomie entlastet Deinen Körper, wodurch gesundheitliche Schäden durch die Arbeit am Schreibtisch minimiert werden.

Doch was gehört alles zu einem ergonomischen Arbeitsplatz?

Ein höhenverstellbarer Schreibtisch unterstützt deine natürliche Körperhaltung und ermöglicht den Wechsel zwischen Sitz- und Stehposition.

Sicherlich kennst Du das Gefühl, verkrampft am Schreibtisch zu sitzen. Entweder sitzt Du mit hochgezogenen Schultern am Tisch oder Du machst einen Rundrücken. In diese ungesunden Körperhaltungen verfällst Du dann, wenn der Schreibtisch zu hoch oder zu niedrig für Dich ist.

Schritt 3: Betrachte Deinen Körper täglich im/als Spiegel

Mache es Dir zur Gewohnheit, Deinen Körper täglich im Spiegel zu betrachten. Wie sieht Deine Körperhaltung aus? Was kannst Du verbessern?

Betrachte Deinen Körper von der Seite. Besonders von der Seite kannst Du gut sehen, ob Deine Schultern nach vorne fallen, Du einen Rundrücken machst oder ein Hohlkreuz hast. Während Du am Schreibtisch arbeitest, sehe ich selbst als Spiegel. Betrachte dich von Außen, wie sitzt Du am Schreibtisch? Diese kleinen gedanklichen Erinnerungen führen regelmäßig ausgeführt zu einer verbesserten Körperhaltung.  

Schritt 4: Nutze ein Lendenkissen zur Unterstützung Deiner Wirbelsäule

Wenn Du oft verspannt am Schreibtisch sitzt und Dir das aufrechte Sitzen schwerfällt, lohnt sich die Anschaffung eines Rückenkissens. Du nimmst automatisch eine bessere Körperhaltung ein, ohne darüber nachzudenken. Denn Deine Wirbelsäule wird optimal durch die ergonomische Form des Rückenkissens gestützt, ganz besonders Dein unterer Rücken.

Schritt 5: Körperhaltung verbessern mit Gedankenspielen

Nutze die Kraft deiner Gedanken! Hier sind ein paar Ideen zur Umsetzung im Alltag:

  • Für den Kopf. Wenn Du Schwierigkeiten damit hast, Deinen Kopf in die richtige Position zu bringen, kannst Du dir vorstellen, dass Dein Hinterkopf an einem Faden befestigt ist, der Dich nach oben zieht. Probier’s mal aus: Richte Dich jetzt auf als würde Dich ein Faden am Kopf nach oben ziehen und halte diese Position. Du wirst Dich gleich besser, energiegeladener und selbstbewusster fühlen!
  • Für die Brust. Heb Dein Herz: Stell‘ Dir beim Gehen vor, Du würdest doppeltes Selbstbewusstsein besitzen. Endergebnis: Deine Brust hebt sich automatisch.

Schritt 6: Körperhaltung verbessern mit Klebeband

Tendierst Du dazu, deinen Kopf dauerhaft nach vorne zu strecken? Dann kann Sporttape helfen. Spartanisch, aber sehr effektiv! Klebe das Tape einfach an Deine Haut, sodass eine Fehlhaltung unangenehm wird.

Beim Geierhals-Syndrom den Kopf leicht nach hinten kippen und ein Sporttape von dem Haaransatz bis zwischen die Schulterblätter kleben. Gerade bei leichten Fehlstellungen ist dieses taktile Feedback eine gute Möglichkeit, um eine neue Haltungsgewohnheit zu entwickeln. 

Die 8 Regeln der Körpersprache

Nonverbale Kommunikation begleitet uns wo immer wir auch sind. Sie sagt oft mehr als die Worte. Einen Faktor der Körpersprache haben wir bereits angesprochen: die Körperhaltung. Nun kommen wir zu unseren top 8 Tipps für eine verbesserte Körpersprache, welche dir auf Dauer mehr Respekt, Selbstwertgefühl und Offenheit verschaffen wird.  


1. Die Körperhaltung

Die selbstverständliche Grundregel: Mach dich gerade! Eine gerade Körperhaltung signalisiert Standfestigkeit und Selbstsicherheit. Das, kombiniert mit ruhigen Bewegungen, wirkt professionell und überzeugend. Es ist also immer besser, jede Art von aufgeregten, hektischen Gesten zu vermeiden. Um Respekt zu erhalten, ist ein professionelles Auftreten unausweichlich. 

2. Der Händedruck

Der Händedruck ist in der Regel der erste Körperkontakt zwischen zwei Menschen. Die optimale Ausführung: Mittelmäßig zudrücken, nicht zu kurz, nicht zu lang, nicht zu kräftig. Die ganze Hand greifen, nicht nur den vorderen Teil mit den Fingern. Maximal drei mal schütteln, dabei keine übertriebenen Bewegungen machen. 

3. Sitzposition 

In einem geschäftlichen Gespräch wirkt es positiver auf die Unterhaltung, wenn sich die Gesprächspartner nicht direkt gegenübersitzen. Ideal ist stattdessen ein Winkel zwischen 30 und 60 Grad zueinander. Beide Personen fühlen sich weniger frontal miteinander konfrontiert, entspannen sich deshalb mehr und wirken dadurch authentischer und überzeugender.

4. Distanz & Privatsphäre

Die Faustregel: Eine gestreckte Armlänge wirkt angenehm. Wer näher rückt, dringt in den persönlichen Bereich des Gegenübers ein. Er kann sich dadurch bedrängt fühlen. Ist der Abstand allerdings zu groß, könnte es verstanden werden als der Wunsch nach Distanz zum Gegenüber.

5. Augenkontakt

Nur wer festen Blickkontakt mit seinem Gegenüber hält, wirkt überzeugend. Wer es nicht kann, jemandem in die Augen zu schauen, ist entweder ängstlich, schüchtern oder nicht an dem Kontakt interessiert.

6. Gesten, Hände & Arme 

Sind die Hände geöffnet, ist auch die dazugehörende Person offenherzig. Verschränken sich die Finger ineinander, isoliert sie sich zur Außenwelt ab. Unangenehm wird es, wenn die Finger der erst ineinander verschlossenen Hände sich plötzlich aufstellen. Dann verwandeln sie sich in ein klares Zeichen von Abwehr. Schmiegen sich die Fingerspitzen beider Hände hingegen sanft aneinander, dann signalisiert das, dass das Gegenüber nur grübelt.

7. Arme kontrollieren

Vor der Brust verschränkt signalisieren Arme eine defensive Schutz- oder Abwehrhaltung. Sie dienen in dem Fall als Barriere zwischen dem Sprecher und dem Gesprächspartner. Hinter dem Kopf die Hände im Nacken verschränkt und die Ellbogen nach außen gestreckt, schreien sie deutlich hinaus: “Ich bin sehr von mir überzeugt.“ Fasst sich jemand mitten im Gespräch plötzlich intuitiv an den Oberarm, sollte man sich in Acht nehmen. Das ist ein Zeichen von aufkommender Wut und Aggression. Versuche, diese Zeichen zu verstehen und zu kontrollieren.

8. Standfestigkeit

Wer während einer Rede hin und her läuft, strahlt damit aus, dass er keinen festen Standpunkt hat – innerlich und äußerlich. Das gilt sogar für winzig kleine Schritte hin und her: So gut es geht, diese vermeiden. Ein ebenso großer Fehler, der zusätzlich auch noch dumm ausschaut: über die Schulter zu den Zuhörern zu reden. Ein einfacher Armwechsel dreht den Körper den Zuhörern wieder mehr zu und du wirkst dadurch sofort selbstbewusster und überzeugender!

Wir hoffen, dir hat der Artikel gefallen! Vielleicht kennst Du noch weitere Tipps & Tricks zum Thema Körpersprache. Schreib uns diese gerne in die Kommentare, wir freuen uns!