conflict

Als Office Manager*in muss man doch so Einiges aushalten. Ständig werden Arbeitsplätze nicht ordentlich hinterlassen, die Küche nicht aufgeräumt, wie vereinbart oder leere Pizzakartons stehen gelassen. Oft kommt es in diesen Situationen zu Konflikten, was ja auch ganz normal ist. Die große Frage ist nun, wie man diese Konflikte am einfachsten und effizientesten löst, damit sie nicht unnötig lange verschleppt werden. In diesem Artikel geben wir dir einige Tricks mit an die Hand, welche Arten von Konflikten es gibt und wie du sie überwindest. 

Was für Konflikte gibt es?

Damit du für deinen nächsten Konflikt gewappnet bist, musst du erstmal wissen, was für Konfliktarten es gibt und wie sie definiert sind. Im wissenschaftlichen Kontext wird von Psycholog*innen und Kommunikationsexperten zwischen folgenden Konflikten unterschieden: 

  • Rollenkonflikt
  • Wertekonflikt
  • Zielkonflikt
  • Verteilungskonflikt 
  • Beziehungskonflikt
  • Sachkonflikt

Rollenkonflikt 

Ein Rollenkonflikt ist eine Art sozialer Konflikt. Du als Office Manager*in erfüllst eine Rolle in deinem Unternehmen. An diese Rolle werden von anderen Mitarbeitenden gewisse Erwartungen geknüpft. Wenn du diese Erwartungen nicht erfüllst, kann es zum Konflikt kommen. Dabei geht es gar nicht unbedingt um Fehler deinerseits, sondern nur um die Erwartungen der anderen Person.

Ein Beispiel dafür wäre, wenn deine Mitarbeitenden schicke und teure Möbel im Büro erwarten, aber dein Chef dir das Budget für die Einrichtung gekürzt hat. Dieser Konflikt kann am besten gelöst werden, indem du offen ins Gespräch mit den Mitarbeitenden gehst. Versuche das Problem so transparent wie möglich zu machen, sodass es einfach ist, dem zu folgen.  

Wertekonflikt 

Ein Wertekonflikt ist – wie der Name schon verrät – eine Art Konflikt, indem zwei unterschiedliche Werte im Gegensatz stehen und nicht gemeinsam funktionieren. Dieser Konflikt könnte dir wie folgt im Arbeitsumfeld begegnen. Beispielsweise ist es dir möglicherweise besonders wichtig im Büro transparent mit allen Problemen umzugehen. Dafür gehst du auf Menschen zu und sprichst sie auf die Problemstellen an. Einer deiner Kollegen mag das gar nicht und ihm ist Diskretion total wichtig. Diese beiden Werte können aufeinander treffen und so könnte es zum Konflikt kommen. 

Wertekonflikte bekommst du einfach gelöst, indem übergeordnete Ziele und Werte festgelegt werden. Indem Transparenz und eine gewisse Feedbackkultur im Unternehmen festgelegt sind, ist es einfacher in den Dialog zu treten und den Konflikt zu lösen. 

Zielkonflikt 

Der Zielkonflikt ist ein klassisches unternehmerisches Problem. Es geht darum, dass zwei Parteien eine unterschiedliche Vorstellung von Zielen haben, die sich nicht miteinander vereinbaren lassen. In deinem Arbeitsumfeld könnte das beispielsweise bedeuten, dass du in diesem Jahr mehr Teamevents planen und veranstalten sollst, aber dein Chef möchte etwas Budget für Veranstaltungen einsparen. Diese beiden Ziele sind nur schwer vereinbar und daher könnte es möglicherweise zu Konflikten kommen. 

Um Zielkonflikte zu lösen, ist es wichtig gemeinsame übergeordnete Ziele zu finden und versuchen einen Kompromiss zu finden. Beispielsweise könntest du kostengünstigere Events organisieren und dein Chef lässt im Budget noch etwas mehr Spielraum. Ein übergeordnetes Ziel könnte in dem Fall sein, den Zusammenhalt in der Company zu stärken. Damit sollten beide Ziele abgedeckt sein und ein Kompromiss sollte gefunden werden. 

Verteilungskonflikt 

Ein Verteilungskonflikt kann immer dann entstehen, wenn sich Mitarbeitende bei der Verteilung von Ressourcen, wie Gehalt oder auch Materialien ungerecht behandelt fühlen. Beispielsweise könnte diese Situation eintreten, wenn die einen in ihrem Büroraum neue Computer bekommen und andere noch mit ihrem alten Computer arbeiten müssen. Sie könnten sich vernachlässigt fühlen und somit einen Konflikt entstehen lassen. 

Um diesen Konflikt zu vermeiden, solltest du darauf achten gewisse Ressourcen gleichmäßig zu verteilen und eventuell zu überdenken. Eine andere Möglichkeit ist, Alternativen zu schaffen und denen, die sich ungerecht behandeln fühlen, dafür andere Benefits zu liefern. Generell sollte alles verständlich offen kommuniziert werden, damit deine Entscheidungen nachvollziehbar sind. 

Beziehungskonflikt 

Beziehungskonflikte entstehen in Situationen, wo sich eine Person von einer anderen Person durch sein/ihr Handeln verletzt fühlt. Das kann im Arbeitsalltag in verschiedensten Situationen passieren. Beispielsweise, wenn du als Office Manager*in in deinem Alltag nicht richtig für deine Leistung und Engagement wertgeschätzt wirst. Das kann deine Gefühle verletzen und es kann zu Spannungen zwischen dir und deinen Kolleg*innen kommen. 

Diesen Konflikt löst du am besten, indem du von Anfang an Gefühle äußerst und darum bittest, respektvoll in den Dialog zu gehen. Versuche einen Schritt auf andere zuzumachen und zu verzeihen. Falls du noch mehr zum Thema Wertschätzung wissen möchtest, dann schau doch mal bei unserem kostenlosen Whitepaper vorbei. Generell kann eine gute interne Kommunikationsstruktur viele Konflikte vermeiden und hilft Probleme schnell wieder aus der Welt zu schaffen. 

Sachkonflikt 

Ein Sachkonflikt ist ähnlich wie der Zielkonflikt. Nur hierbei sind sich beide Parteien zwar über das Ziel einig, nur nicht über den Weg, wie das Ziel erreicht werden soll. Das kann dir als Office Manager*in in folgendem Beispiel passieren. Angenommen du arbeitest in einem Team und organisierst mit deiner/m Kolleg*in das nächste Company Event und ihr seit euch uneinig über die Location. Dabei kommt es zu Spannungen und ein Konflikt entsteht zwischen euch. 

Wie auch bei den anderen Konflikten ist die Kommunikation am wichtigsten. Versuche immer offen für Kompromisse und andere Vorschläge zu sein.  

Was für Faustregeln gibt es, um Konflikte zu lösen? 

Grundsätzlich solltest du dir bewusst sein, worum es in dem Konflikt geht. Als Nächstes ist es wichtig alle Beteiligten mit einzubeziehen und den Grund der angespannten Situation herauszufinden. Wenn diese Fragen geklärt sind, kann es an die Lösung des Problems gehen. Laut dem Gesundheitsministerium Österreich, sind drei Prinzipien wichtig: Durchsetzen, Nachgeben und kompromissbereit sein

Durchsetzen solltest du dich bei Themen, die dir besonders am Herzen liegen, wie zum Beispiel Sauberkeit im Büro oder aber auch, wenn du das Gefühl bekommst, dass du nicht genug Wertschätzung von deinen Kolleg*innen bekommst. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, nachgeben zu können. Wenn du versuchst bei weniger wichtigen Themen ein klein wenig nachzugeben, kann sich der Konflikt auch schnell wieder lösen. Aber auch bei großen Konflikten kann es zum Vorteil sein auch mal nachzugeben – Es heißt nicht umsonst, der Klügere gibt nach ;-). 

Mit am wichtigsten ist die Kompromissbereitschaft. Sobald du offen für einen Kompromiss bist, lassen sich Konflikte am einfachsten lösen. Gerade bei Sachthemen gibt es häufig Übereinstimmungen, die einem manchmal erst später bewusst werden.

Konflikte können immer und überall zu finden sein. Sie begleiten uns durch den Alltag und somit auch durch das Büro. Sobald jeder versucht, sich mit Respekt gegenüber zutreten, sollten die meisten Probleme gut zu lösen sein. Sollte das nicht der Fall sein, dann müssen auf jeden Fall mehr Schritte nötig sein und eventuell sogar ein Mediator oder eine Mediatorin eingesetzt werden.